Millionen-Deal erhitzt Gemüter

Schalke-Abgang zieht kurz vor Transfer Wut der Fans auf sich

Bei den Schalke-Fans kocht die Stimmung wegen eines abwandernden Jungspielers. Eine bestimmte Geste löst besondere Empörung aus.

Update vom 16. August, 19.28 Uhr: Der Transfer von Taylan Bulut ist mittlerweile offiziell. „Der Wechsel zu Besiktas ist für alle eine sportlich und wirtschaftlich passende Entscheidung“, wird Youri Mulder, Direktor Profifußball des FC Schalke 04, in einer Mitteilung des Klubs zitiert. Über die genauen Ablösemodalitäten vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. Eine Millionensumme steht im Raum - wichtige Einnahmen für den klammen Pott-Klub.

Auch die Fans dürften sich über den mutmaßlichen Geldregen freuen. Dass sich Bulut bereits voreilig zu seinem neuen Arbeitgeber bekannt hatte, dürfte einigen Anhängern den Abschied leichter machen. Taylan Bulut – vom gefeierten Eigengewächs zum unbeliebten Abtrünnigen.

Erstmeldung vom 16. August, 15.51 Uhr: Gelsenkirchen – Einiges los beim FC Schalke 04: Wenige Tage, nachdem die Königsblauen mehrere Millionen Euro am Transfer von Malick Thiaw zu Newcastle United verdienten, winkt der nächste Millionen-Regen. Youngster Taylan Bulut steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge unmittelbar vor einem Wechsel zu Besiktas Istanbul.

Wird Schalke 04 bald verlassen: Taylan Bulut.

Der Transfer des 19-Jährigen ist offenbar nur noch Formsache, soll schon bald offiziell sein. Schalke kassiert dem Vernehmen nach bis zu sechs Millionen Euro Ablöse für den hochtalentierten Rechtsverteidiger. Klingt soweit nach einem guten Geschäft für alle Seiten – doch Bulut verärgerte die eigenen Anhänger kurz vor seinem Abschied noch einmal in aller Gründlichkeit.

Bulut-Transfer von Schalke zu Besiktas eskaliert

Der in Eschweiler geborene Deutsch-Türke scheint heilfroh über den Wechsel zum 16-fachen türkischen Meister, ließ sich sogar schon auf dem Weg zum Medizincheck (anschließend soll er einen Vertrag bis 2029 unterschreiben) im Trikot des Bosporus-Klubs ablichten – während er ganz offiziell natürlich noch in den Diensten von Schalke stand.

Später legte er sogar noch nach, zeigte einen Fingergruß der Besiktas-Szene und wurde überhört, wie er auf türkisch den Vereinsspruch „der Boden ist schwarz, der Himmel ist weiß, Besiktas ist der größte Verein!“ von sich gab. All diese Aktionen brachten die S04-Anhänger gegen den Teenager auf. „Er hätte auch bis zur Unterschrift warten können“, „Respektloser Auftritt“ oder „Sowas macht man nicht“ waren nur einige der zahlreichen Social-Media-Kommentare.

Trübes Bild für 1. FC Köln und den HSV? So schlugen sich die Bundesliga-Aufsteiger der letzten Jahre

Mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln sind 2024/25 zwei echte Traditionsteams mit einer starken Fanbasis in die Bundesliga aufgestiegen. Doch wie lange währt die Freude der umjubelten Aufstiegsfeiern (hier HSV)?
Ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt: Aufsteiger hatten es in ihrer ersten Bundesliga-Saison oft besonders schwer. In der sechs der letzten sieben Jahre musste einer der beiden direkt wieder den Weg in die zweite Liga antreten.
2024/25 – FC St. Pauli: Eben dieser Kelch ging an den Kiezkickern in der gerade abgelaufenen Saison gerade noch einmal vorbei. Die Hamburger schlossen die Saison auf dem 14. Platz ab – mit drei Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang.
2024/25 – Holstein Kiel: Weniger Glück hatte der zweite Aufsteiger der Saison. Die „Störche“ aus dem hohen Norden standen mit nur 25 Zählern schon vor dem letzte Spieltag als Absteiger fest. Ein kleiner Trost: Wegen des besseren Torverhältnisses gegenüber dem VfL Bochum wurde man zumindest nicht Tabellenletzter.
Trübes Bild für 1. FC Köln und den HSV? So schlugen sich die Bundesliga-Aufsteiger der letzten Jahre

Bulut, der insgesamt 27 Pflichtspiele für Schalke absolvierte, hatte seinen Vertrag in Gelsenkirchen erst im Februar bis 2029 verlängert. Damals sagte er: „Ich spüre das Vertrauen der Verantwortlichen und Trainer. Mit guten Leistungen möchte ich es weiter zurückzahlen und mich verbessern.“ Das kann er künftig nun nur noch in Istanbul tun. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/RHR-FOTO

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare