Quartier muss verlegt werden
Iran darf bei WM nicht in den USA übernachten und muss nach Mexiko ausweichen
Wenige Wochen vor WM-Start muss Irans Nationalteam logistisch umplanen. Trotz der drei Gruppenspiele in den USA muss das Quartier in Mexiko aufgeschlagen werden.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada verspricht neben der sportlichen Spannung vor allem auch wegen der politischen Brisanz ein besonderes Turnier zu werden. Kaum eine andere Nation steht dabei so sehr im Fokus wie der Iran – und das noch vor dem Anpfiff des ersten Spiels am 11. Juni.
Nachdem es bereits zahlreiche Diskussionen um einen möglichen WM-Boykott beziehungsweise WM-Ausschluss Irans gegeben hat, dieser aber wohl ausbleibt, muss das Land nun seine logistischen Pläne ändern. Denn: Die USA verweigern der iranischen Nationalmannschaft die Übernachtung auf amerikanischem Boden. Alle drei Gruppenspiele des Iran finden zwar in den USA statt (hier zum Spielplan der WM-Gruppe G) – doch schlafen darf das Team dort nicht.
WM 2026: Iran verlegt Trainingslager von Arizona nach Tijuana
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte jetzt, dass die FIFA ihr Land um Hilfe gebeten habe, nachdem die USA das Quartier abgelehnt hatten. Mexiko sagte sofort zu. Das Trainingslager wechselt nun von Tucson im US-Bundesstaat Arizona in die Grenzstadt Tijuana – rund 55 Flugminuten von Los Angeles entfernt, wo Iran zweimal antritt.
Mehdi Taj, Chef des iranischen Fußballverbands, nannte als Gründe für den Umzug lediglich Visa-Komplikationen sowie Sicherheitsbedenken. Der Hintergrund: Seit Ende Februar 2026 führen die USA und Israel gemeinsam Militäreinsätze gegen den Iran durch. Einige Spieler hatten bereits in der US-Botschaft in Ankara Visa beantragt – ob diese erteilt werden, blieb zunächst offen.
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US-Präsident Donald Trump hatte im März zwar erklärt, der Iran sei grundsätzlich willkommen – fügte aber hinzu, es könnte für die Spieler aus Sicherheitsgründen besser sein, nicht anzutreten. Der Iran spielt in der WM-Gruppe G am 15. Juni gegen Neuseeland, am 21. Juni gegen Belgien (beide in Los Angeles) und am 26. Juni gegen Ägypten in Seattle.
Der Iran nimmt zum vierten Mal in Folge an einer WM teil – die K.o.-Runde hat die Mannschaft bislang nie erreicht. Trotz der politisch angespannten Situation will das Land fußballerisch überzeugen. Auch wenn der Sport angesichts wiederholter Angriffe der USA für viele der Nationalspieler deutlich in den Hintergrund rücken dürfte. (LuHa)
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