Wohnen wird teurer

In diesen Städten ist die Belastung durch die Mieten am höchsten

Ein Schlüssel steckt in der Tür einer Mietwohnung, die offen steht. Im Hintergrund sieht man zwei Frauen. Sie sind nur verschwommen zu sehen, wie sie im Treppenhaus stehen.
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Gerade in Städten gibt es immer weniger bezahlbare Wohnungen. Die Mieten steigen dort häufig deutlich stärker als Löhne und Gehälter. Damit müssen die betroffenen Bewohnerinnen und Mewohner deutlich mehr von ihrem Nettoeinkommen für die Wohnkosten aufbringen. Ein Wert von 30 Prozent gilt dabei als Grenze, über der eine große Belastung herrscht. Dann sinkt der Spielraum für unvorhergesehene Ausgaben. Das Problem trifft längst nicht nur große Metropolen und deren Umland, trotzdem ist es dort am akutesten.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc und Szenen aus dessen Karriere sind auf einer Hauswand in Dortmund verewigt.
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Es gibt jedoch Ausnahmen – etwa im Ruhrgebiet. Dortmund, vor allem bekannt für den BVB, gehört zu den größten deutschen Städten. Die Angebotsmieten sind mit 9,58 Euro pro Quadratmeter (Stand: Viertes Quartal 2025) für Städte in dieser Größenordnung relativ gering. Dementsprechend liegt laut der Datapulse-Auswertung die Mietbelastung bei 20,2 Prozent. Heißt: Mieterinnen und Mieter müssen dort im statistischen Mittel 20,2 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete ausgeben.
Luftaufnahme der verschneiten Innenstadt von Leipzig. Dabei ist das neue Rathaus und das City-Hochhaus zu sehen.
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Auch im Osten ist die Mietbelastung – im Verhältnis – noch überschaubar. In Leipzig lagen die Angebotsmieten laut dem Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) im vierten Quartal 2025 zwar bei 10,22 Euro pro Quadratmeter. Die Mietbelastungsquote liegt jedoch mit 22,9 Prozent unter dem kritischen Wert von 30 Prozent. Dabei ist laut den Datapulse-Analyistinnen und Analysten jedoch zu beachten, dass es sich dabei um das statistische Mittel handelt. Dementsprechend gibt es Haushalte mit einer deutlich höheren Belastung, aber eben auch Gutverdienende, die kaum mit ihren Wohnkosten zu kämpfen haben.
Die Gehry Bauten in Düsseldorf.
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Das erklärt auch, warum in Düsseldorf die Mietbelastungsquote im Vergleich mit anderen Großstädten noch überschaubar ist. Denn die Stadt gilt als relativ wohlhabend. In Nordrhein-Westfalens Landeshaupstadt NRW kratzen die Angebotsmieten im Schnitt an der Grenze von 14,55 Euro. Die Mietbelastungsquote liegt gleichzeiitg mit 25,5 Prozent unter dem kritischen Wert.
Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke sind am frühen Morgen beleuchtet.
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In Köln sind die Angebotsmieten dagegen höher. Auch die Belastung durch die Mieten für die Einwohnerinnen und Einwohner ist größer. Trotzdem liegt sie im Mittel bei 28,2 Prozent.
Schlossplatz mit Königsbau und Kunstmuseum. Im Vordergrund sitzt eine Frau auf einer Bank.
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Stuttgart ist eine der Städte mit den höchsten Gehältern in Deutschland. Zwar sind auch die Mieten hoch. Bei der IfW-Auswertung liegt die Schwabenmetropole mit 16,11 Euro pro Quadratmeter auf dem dritten Platz. Dennoch ist die mittlere Belastung durch die Wohnkosten noch unter dem Kennwert von 30 Prozent. Datapulse berichtet von 28,5 Prozent. Im nahegelegenen Ludwigsburg liegt sie bei 27,6 Prozent.
Eine Frau in blauer Jacke und mit roter Mütze steht auf einem Schiff, das durch den Hamburger Hafen fährt. Sie macht dabei Fotos mit ihrem Smartphone. Im Hintergrund ist das nördliche Elbufer zu sehen. Verschwommen sind der Alte Elbtunnel sowie der Hamburger Michel erkennbar.
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Hamburg lockt zahlreiche Menschen an. Dementsprechend hoch sind die Mieten. Die Hansestadt liegt mit einem Quadratmeterpreis von 16,08 Euro auf Rang vier der IfW-Liste der teuersten Großstädte. Gleichzeitig gibt es jedoch viele Menschen mit einem relativ hohen Einkommen, so dass Datapulse eine mittlere Mietbelastung von 28,8 Prozent errechnet.
Nagelsäule auf dem Liebfrauenplatz in Mainz vor dem Dom.
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Die Rhein-Main-Region ist eines der Zentren in Deutschland. Das spiegelt sich auch in den Wohnkosten wider. Nicht nur in Frankfurt steigen die Mieten, auch in Mainz. Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz weist eine Mietbelastungsquote von 28,9 Prozent auf.
Die Skyline der Stadt Frankfurt ist im Morgenlicht zu sehen. Im Vordergrund sind die niedrigeren Wohnhäuser.
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Frankfurt ist für seine Wolkenkratzer bekannt. Dazu ist die Stadt am Main das Finanzzentrum Deutschlands und der Europäischen Union. Das geht nicht an den Immobilien- und Mietpreisen vorbei. Nach München gibt es dort die zweitteuersten Mieten. Die Belastung der Bewohnerinnen und Bewohner ist mit 31 Prozent ebenfalls sehr hoch. Das wirkt sich auch auf das Umland ab. Im angrenzenden Offenbach liegt die Mietbelastungsquote bei 28,3 Prozent.
Sonniger Spätherbsttag rund um den Wittelsbacherpark in der schwäbischen Bezirkshauptstadt Augsburg. Im Vordergrund ist der Bahnhof.
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In Bayerns Großstädten sind die Mieten allgemein hoch. Da ist Augsburg keine Ausnahme. Die unweit von München gelegene Haupstadt des Bezirks Schwaben weist ebenfalls eine Mietbelastungsqute über dem Kennwert von 30 Prozent auf. Im Mittel geben die Menschen dort 31,2 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete aus. Im Landkreis sind es 27,8 Prozent.
  • VonMax Schäfer
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Die Mieten steigen immer weiter. Die Wohnkosten nehmen dabei mehr zu als die Einkommen. Damit werden sie immer mehr zum Armutsrisiko.

Frankfurt – Wer in Städten oder Gemeinden in deren Umland lebt, hat es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Denn die Mieten in den großen Städten und den umliegenden Gemeinden steigen immer weiter – und übertreffen dabei häufig die allgemeine Inflation und das Wachstum der Einkommen. Viele können sich deshalb keine Wohnungen mehr in den Metropolregionen leisten.

Mieten steigen immer weiter: In diesen Städten sind die Angebote am höchsten

Besonders München und Frankfurt sind dabei im Fokus. In der bayerischen Landeshauptstadt lagen die Angebotsmieten im vierten Quartal 2025 bei 23,35 Euro pro Quadratmeter. Zehn Jahre zuvor waren es noch 14,88 Euro. Das geht aus einer Erhebung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor. In Frankfurt lagen die Mieten bei 17,36 Euro, 2015 waren es noch 12,17 Euro. Den dritten Rang belegt die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart. Dort sind die Quadratmeterpreise von 11,13 Euro 2015 auf 16,11 Euro gestiegen.

StadtAngebotsmieten pro Quadratmeter (Stand: Q4 2025)
München23,35 Euro
Frankfurt17,36 Euro
Stuttgart16,11 Euro
Hamburg16,08 Euro
Berlin15,93 Euro
Köln15,71 Euro
Düsseldorf14,55 Euro
Leipzig10,22 Euro
Quelle: IfW

In Berlin stiegen die Mieten der IfW-Erhebung zufolge von 8,77 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2015 auf 15,93 Euro 2025. Die datenjournalistische Plattform Datapulse beobachtete eine ähnlich deutliche Entwicklung, wählte jedoch einen anderen Untersuchungszeitraum. Von 2016 bis 2024 stiegen die Mieten in der Bundeshauptstadt um 91 Prozent. Zum Vergleich: Die Löhne stiegen den Analysten zufolge im selben Zeitraum um 27 Prozent, wobei die Inflation von etwa 25 Prozent das Plus nahezu vollständig aufgezehrt habe.

Wohnkosten steigen stärker als die Löhne: In diesen Städten ist die Mietbelastung am höchsten

Damit stieg die Mietbelastung laut Datapulse im Untersuchungszeitraum an. Die Fachleute haben die entsprechende Quote errechnet, also den Anteil des Nettogehalts, den Mieterinnen und Mieter für ihre Wohnkosten nutzen müssen. 30 Prozent gelten dabei als Richtwert für eine große Belastung.

StadtMietbelastungsquote
München31,1 Prozent
Berlin34,0 Prozent
Potsdam32,8 Prozent
Frankfurt31,0 Prozent
Mainz28,9 Prozent
Hamburg28,8 Prozent
Stuttgart28,5 Prozent
Offenbach28,3 Prozent
Konstanz28,3 Prozent
Köln28,2 Prozent
Quelle: Datapulse

Die Mietbelastung ist laut der Analyse deutlich gestiegen. 2014 sind demnach noch 20,6 Prozent des Nettoeinkommens in die Miete geflossen. 2024 waren es im statistischen Mittel 23,7 Prozent. Die hohe Belastung von über 30 Prozent treffe dabei nicht mehr nur Großstädte wie München oder Frankfurt sowie deren Umland, sondern weitere Regionen, teilte Datapulse mit. Inzwischen wiesen 26 Landkreise eine Miebelastungsquote von 30 Prozent oder höher auf.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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