Kovac muss umdenken

BVB-Star fällt für CL-Auftakt gegen Juventus kurzfristig aus

Borussia Dortmund muss im ersten Champions-League-Spiel der Saison gegen Juventus Turin auf Nationalspieler Pascal Groß verzichten.

Turin – Borussia Dortmund steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe: Zum Auftakt der Champions-League-Saison trifft das Team auf Juventus Turin (alle TV-Infos). Doch die Vorzeichen stehen nicht optimal – Nationalspieler Pascal Groß fällt aufgrund eines Magen-Darm-Infekts aus. Diese Nachricht zwingt Trainer Niko Kovač, seine Aufstellung kurzfristig anzupassen.

Pascal Groß (links) wird dem BVB gegen Juventus Turin fehlen.

Beim jüngsten 2:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim agierte der 32-Jährige noch neben Felix Nmecha, bevor er ausgewechselt wurde. In der vergangenen Saison war Groß in der BVB-Zentrale gesetzt und kam auf 50 Einsätze im schwarz-gelben Dress. Auch in dieser Saison zählt er zu den Schlüsselspielern in der Mannschaft von Niko Kovač. Jobe Bellingham und Marcel Sabitzer stehen bereit, die klaffende Lücke im Mittelfeld der Dortmunder in Turin zu füllen.

Groß fehlt dem BVB gegen Juventus Turin – Zwei andere kehren dafür zurück

Positiv ist die Rückkehr von Julian Brandt und Aarón Anselmino. Beide Spieler sind nach Verletzungen wieder einsatzbereit. Brandt, der sich das Kahnbein gebrochen hatte und operiert wurde, trainierte mit einem Gipsverband am Arm. Anselmino hat seine muskulären Probleme überwunden. Ihre Rückkehr bietet Kovač zusätzliche Optionen, um die Mannschaft gegen Juventus zu stärken.

Die Bedeutung des Spiels kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Im neuen Champions-League-Format zählt jeder Punkt, besonders wenn Kracher wie gegen Inter Mailand oder Manchester City noch anstehen. Dortmund steht unter Druck, auswärts zu bestehen. Die Anwesenheit von Emre Can und Nico Schlotterbeck, die trotz ihrer Verletzungen mit nach Turin gereist sind, soll das Team mental unterstützen.

Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Der bis heute teuerste Neuzugang in der Vereinsgeschichte des BVB ist Ousmane Dembélé. Als damals 19-Jähriger kam der Franzose 2016 für 35 Mio. Euro nach Dortmund und mischte die Bundesliga furios auf. Nach 31 Torbeteiligungen und dem DFB-Pokalsieg im Gepäck wechselte Dembélé nach nur einem Jahr für 135 Mio. Euro zum FC Barcelona und ist damit gleichzeitig der teuerste BVB-Abgang jemals.
Satte 31 Mio. Euro zahlte der BVB 2022 an Ajax Amsterdam für die Dienste von Sébastien Haller. Der Ivorer kam als Nachfolger von Erling Haaland, doch seine Zeit beim BVB wurde von der Krebsdiagnose kurz nach seinem Wechsel überschattet.
2016 für 35 Mio. Euro an den FC Bayern verkauft, 2019 für 30,5 Mio. Euro zurückgeholt. Damit ist Mats Hummels der drittteuerste Neuzugang der BVB-Vereinsgeschichte. Insgesamt hat der Weltmeister über 13 Jahre im BVB-Trikot verbracht und 508 Pflichtspiele bestritten. 2024 hat er die Dortmunder als eine der größten Vereinslegenden aller Zeiten verlassen und im Sommer 2025 nach einem einjährigen Intermezzo bei der AS Rom seine Karriere beendet.
Auf Platz vier im Ranking der teuersten BVB-Neuzugänge ist der im Sommer 2025 verpflichtete Jobe Bellingham. Satte 30,5 Mio. Euro ließen sich die Westfalen die Dienste des erst 19-jährigen Mittelfeldspielers kosten. Beim BVB tritt der junge Engländer in sehr große Fußstapfen.
Die teuersten BVB-Zugänge der Vereinsgeschichte

Dortmunds Hoffnungen ruhen auch auf Serhou Guirassy, der diese Saison bereits fünf Treffer in vier Spielen erzielte. Auch der Stürmer schlägt sich mit Verletzungssorgen umher, ist aber wohl einsatzbereit. Es bleibt abzuwarten, wie Kovač die taktische Aufstellung anpassen wird, um die Herausforderungen der Champions-League-Gruppenphase zu meistern.

Der Auftakt in Turin ist erst der Anfang eines anspruchsvollen Weges. Die kommenden Spiele gegen europäische Top-Teams erfordern höchste Konzentration und Anpassungsfähigkeit. Borussia Dortmund muss zeigen, dass sie bereit sind, in der Königsklasse zu bestehen. Auch ohne Pascal Groß im Mittelfeld. (hbr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Heiko Blatterspiel

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