Gefragter Stürmer

Schalke vor weiteren Einnahmen: Transferkandidat gewinnt an Aufmerksamkeit

Der FC Schalke 04 will den nächsten Transferkandidaten verkaufen und dadurch weiteres Kapital für die eigene Kader-Entwicklung erhalten.

Gelsenkirchen – Schalke 04 bekommt in den ersten Wochen der neuen Saison immer mehr Bewegung in den Kader und das eigene Portemonnaie. Erst vor wenigen Tagen spülte der Transfer von Ex-S04-Star Malick Thiaw mehrere Millionen Euro in die beinahe schon chronisch knappen Kassen der Königsblauen. Am Samstag folgten die bis zu sechs Millionen Euro, die der Wechsel von Taylan Bulut zu Besiktas Istanbul eingebracht haben soll.

Moussa Sylla könnte Schalke 04 in diesem Sommer verlassen.

Doch damit ist noch nicht Schluss. Auch Moussa Sylla gilt bereits seit geraumer Zeit als Verkaufskandidat und jetzt kommt richtig Bewegung in die Angelegenheit. Schon seit geraumer Zeit werden diverse Vereine aus England, Spanien und Frankreich mit dem Schalker Mittelstürmer in Verbindung gebracht. Der belgische Journalist und Transferexperte Sacha Tavolieri bringt nun auch den RSC Anderlecht als potenziellen Abnehmer ins Spiel.

Schalke will Mittelstürmer Sylla zu Geld machen – Anderlecht interessiert

Der belgische Topverein will demnach für Fall vorsorgen, dass der vereinseigene Stürmerstar Kasper Dolberg den Verein noch verlassen wird. Dann braucht es dringend Ersatz – und Sylla ist als möglicher Kandidat auserkoren worden. Unklar ist offenbar vor allem, ob Anderlecht bereit ist, den recht steilen Ablöseforderungen der Schalker nachzukommen.

Der Revierklub ist dem Vernehmen nach gewillt, einen hohen einstelligen Millionenbetrag für die Dienste von Sylla einzutreiben. Eine Größenordnung, die Anderlecht nicht einfach so stemmen kann. Die Verhandlungsposition der Königsblauen wird allerdings durch den Fakt gestärkt, dass viele Klubs ihr Interesse an Sylla hinterlegt haben.

Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Ende der 1990er Jahre prägt Huub Stevens eine erfolgreiche Ära in Gelsenkirchen. Unter seiner Regie gewinnt der FC Schalke 04 den UEFA-Cup 1997 sowie die DFB-Pokale 2001 und 2002. Dennoch ist seine erste Amtszeit nicht nur von Erfolgen, sondern auch von tiefer Tragik gekennzeichnet – allen voran durch die legendäre „Vier-Minuten-Meisterschaft“ im Jahr 2001.
Frank Neubarth (Juli 2002 bis März 2003): Auf Huub Stevens folgt Frank Neubarth. Dass Rudi Assauer, der starke Mann im Klub, auf den im Profibereich unerfahrenen Neubarth setzt, erweist sich jedoch als Fehler. Noch während der Saison 2001/2002 wird die Reißleine gezogen – Neubarth muss vorzeitig gehen.
Marc Wilmots (März 2003 bis Juni 2003): Ein Eurofighter übernimmt: „Kampfschwein“ Marc Wilmots führt die Saison als Interimslösung zu Ende. Es ist nicht das letzte Mal, dass auf Schalke altgediente Spieler in die Bresche springen – ein Muster, das den Klub noch lange begleiten wird.
Jupp Heynckes (Juni 2003 bis September 2004): Die Nachfolge ist eine prominente - Jupp Heynckes kommt. Der Einstieg verläuft vielversprechend, der erste Eindruck stimmt. Doch die Saison 2003/04 bleibt hinter den Erwartungen zurück; trotz namhafter Neuzugänge bleibt der erhoffte Aufschwung aus und die Geduld im Klub schwindet. Rudi Assauer bringt es später auf den Punkt: „Der Jupp ist ein Fußballer der alten Schule – aber wir haben 2004.“ Die Geschichte sollte sich später auf die Seite von Heynckes schlagen.
Der heiße Stuhl im Profi-Fußball: Die Trainerhistorie des FC Schalke 04 seit 2000

Während die Bundesliga erst am kommenden Wochenende den Betrieb aufnimmt, ist Schalke schon seit mehreren Wochen im Einsatz. Nach dem perfekten Auftakt mit dem 2:1-Sieg über Hertha BSC (Sylla erzielte das 1:0) setzte es beim 0:1 gegen Kaiserslautern jüngst einen herben Dämpfer. An diesem Wochenende sind die Schalker nun erst einmal im DFB-Pokal bei Lok Leipzig gefordert. (mbo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/KROEGER/RHR-FOTO

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