Rekord-Transfer verlässt Fohlen
Gladbach rutscht mit Pléa-Verkauf ins komplette Sturm-Chaos: Abstiegskampf droht
Gladbach trennt sich für nur vier Millionen Euro von seinem letzten Top-Stürmer. Ein hochriskanter Deal, der den Klub in den Abstiegskampf ziehen könnte.
Mönchengladbach – Es ist mehr als nur ein Transfer, es ist ein Paukenschlag, der die Fans von Borussia Mönchengladbach bis ins Mark trifft!
Der Abschied von Alassane Pléa nach sieben Jahren schließt ein wichtiges Kapitel. Immerhin ist der künftige Angreifer der PSV Eindhoven bis heute Rekordeinkauf der Fohlen. Nach Auslaufen seiner Ausstiegsklausel durften die Fans eigentlich damit rechnen, dass Pléa dem Klub erhalten bleibt. Sein Abgang ist vor allem eines: ein Alarmsignal, das am Niederrhein niemand überhören sollte.
Der Zeitpunkt könnte brisanter kaum sein. Während Leistungsträger und Publikumsliebling Tim Kleindienst nach seiner Verletzung wohl bis in den November ausfällt, verlässt nun der vielleicht letzte verbliebene „Unterschiedsspieler“ den Verein. Die Frage, die sich jeder stellt, ist so simpel wie existenziell: Wer soll bei der Borussia jetzt eigentlich die Tore schießen?
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Die gefährliche Lücke im Angriff von Gladbach
Sportlich hinterlässt der Franzose ein Vakuum, das schwer zu füllen sein wird. Mit seiner Übersicht, seiner Technik und seiner Torgefahr war Pléa der kreative Kopf, der eine Partie auch mit 32 Jahren noch im Alleingang entscheiden konnte. Sein Abgang entzieht dem Offensivspiel einen zentralen Impulsgeber und hinterlässt eine klaffende Lücke, die durch die Verletzung von Kleindienst noch bedeutsamer wird.
Die Vereinsführung dürfte auf die finanzielle Vernunft des Deals verweisen. Kolportierte vier Millionen Euro Ablöse und die Einsparung eines Top-Gehalts von geschätzten 4,5 Millionen Euro pro Jahr verschaffen Luft. Dieses Geld soll Borussia den Weg für neue Transfers ebnen. Doch was nützt ein offener Türspalt, wenn man dadurch sportlich die Tür zur unteren Tabellenhälfte aufstößt?
Stöger als Heilsbringer? Das wäre ein riskantes Spiel
Laut Bild will Gladbach den Abschied von Pléa intern mit Kevin Stöger auffangen, der im Sommer 2024 ablösefrei aus Bochum kam. Ein Spieler mit Kreativität, ja, aber auch einer, der in seiner ersten Saison am Niederrhein nach gutem Start merklich abbaute und im Verlauf der Spielzeit oft nur noch die Jokerrolle innehatte. Ihn nun als direkten Pléa-Erben zu installieren, würde wie ein hochriskantes Glücksspiel wirken.
Pléa sammelte während der vergangenen Bundesliga-Saison in etwas mehr als 1900 Einsatzminuten starke 17 Scorerpunkte, Stöger kam in 1544 Minuten auf sieben Tore und Vorlagen. Klingt also nach einer Wette, die Gladbach in der aktuellen Lage eigentlich nicht eingehen darf, da schon Toptorjäger Kleindienst (25 Scorerpunkte in 2745 Minuten) einen Großteil der Hinrunde verpassen wird.
Der Druck, mit den begrenzten Mitteln einen Volltreffer auf dem Transfermarkt zu landen, ist immens. Ein Scheitern ist quasi nicht erlaubt.
Abstiegskampf statt Mittelmaß bei Borussia?
Die steile These lautet: Borussia Mönchengladbach schlittert sehenden Auges in den Abstiegskampf!
Der Verein versinkt schließlich schon seit Jahren im grauen Mittelmaß, doch die aktuelle Entwicklung droht, diesen Sinkflug dramatisch zu beschleunigen. Vielleicht müssen die Verantwortlichen am Ende der neuen Saison drei Kreuze machen, wenn es erneut nur für das Niemandsland der Tabelle reicht.
Die Unruhe im Umfeld ist mit Händen zu greifen. Schon zum Ende der Vorsaison wuchs der Unmut der Fans. Die aktuelle Transferperiode mit dem schmerzhaften Pléa-Verlust und dem langen Kleindienst-Ausfall gießt weiter Öl ins Feuer. Die sportliche Leitung steht unter massivem Druck, denn auch abseits des Platzes wurden zuletzt keine Punkte gesammelt.
Die Gladbach-Führung steht unter massivem Druck
Der Umgang mit Florian Neuhaus nach einem im Internet aufgetauchtem Video hat das Bild der Vereinsführung eher beschädigt. Die harte Geldstrafe und Verbannung in die U23 wurde von vielen als überzogen wahrgenommen. Selbst Weltmeister Toni Kroos kritisierte die Gladbacher Bosse scharf: „Das wäre mal eine richtig gute Chance gewesen, für so einen Verein zu sagen: Da stehen wir einfach mal drüber“, so Kroos, der das Verhalten von Neuhaus als „gar nicht schlimm“ und „lustig“ bezeichnete.
Diese Episode zeigte aus Sicht vieler Fans eine Führung, der es an Souveränität und Fingerspitzengefühl mangelt. Nun muss sie beweisen, dass sie die sportliche Herkulesaufgabe bewältigen kann.
Nach dem Abgang von Pléa, der sich am Montag bereits von den Teamkollegen verabschiedet hatte, liegt sie auf der Hand: Die nächsten Schritte auf dem Transfermarkt müssen sitzen. Sonst droht eine Negativspirale, die den Traditionsklub in einen Strudel zieht, der im schlimmsten Fall sogar in der 2. Bundesliga enden könnte.
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